Die verschiedenen Objekttypen am Himmel
Ihr habt es vielleicht gesehen, wenn ihr durch die Galerie oder den Lebenslauf gegangen seid, aber ich mag Astronomie und Astrofotografie sehr (bedient euch ruhig, wenn ihr ein Hintergrundbild fürs Smartphone wollt!).
Ich werde hier ein paar meiner Arbeiten teilen, ein paar allgemeinere Artikel zur Astronomie, vielleicht auch Guides.
Damit ihr euch bei dem, was kommt, zurechtfindet, ist ein kurzer Rundgang durch das Beobachtbare fällig.
Die Fotos ohne Angabe stammen von mir.
1. Die Sterne
Was man am Himmel am meisten sieht, selbst in der Stadt unter einem verschmutzten Himmel, auch wenn ihr auf die hellsten beschränkt seid (Arcturus, Vega, Beteigeuze, Altair zum Beispiel). Je weiter ihr euch von der Stadt entfernt, desto mehr hüllt sich der Himmel in kleine weiße Punkte — ein ziemlich umwerfendes Schauspiel.
Einzelsterne
Gaskugeln, die dank Kernreaktionen im Inneren leuchten. Ihre Farbe zeigt ihre Temperatur: blau = sehr heiß, rot = kühler (das ist das Wiensche Verschiebungsgesetz). Bei den größten kann man die leichten Farbunterschiede mit bloßem Auge erkennen, unter einem richtig dunklen Himmel mit ans Dunkel gewöhnten Augen.
Doppelsterne
Zwei Sterne, die optisch nah beieinanderstehen, entweder auf gegenseitiger Umlaufbahn (visuelle oder nicht-visuelle Doppelsterne), oder einfach zufällig mit der Erde ausgerichtet (optischer Doppelstern)

2. Die Planeten
Zweiter Objekttyp, der am leichtesten zu beobachten ist, selbst in der Stadt:
- Der Mond: kein Planet, ich weiß, aber mit einem einfachen Fernglas kann man sich richtig austoben.
- Jupiter: hell, ziemlich viele Details mit einem Teleskop sichtbar. Die Monde sind mit einem guten Fernglas zu sehen.
- Saturn: leuchtender Punkt, keine Details mit bloßem Auge, man braucht ein Teleskop, um die Ringe zu sehen.
- Mars: kleiner, leicht rötlicher Punkt.
- Venus: der berühmte Abendstern. Sehr hell, leicht zu finden.
- Merkur: schwieriger zu sehen, oft sehr tief.
- Uranus / Neptun: unsichtbar mit bloßem Auge, ihr braucht ein Teleskop, um sie zu sehen.
- Pluto: da könnt ihr's vergessen, da braucht's richtiges Gerät.
Bei all dem Gerede von leuchtenden Punkten ein kleiner Tipp, um einen Stern von einem Planeten zu unterscheiden:
- Ein Stern flimmert ein bisschen, ein Planet nicht (außer bei schlechten Bedingungen, dann kann er ein wenig flimmern).
- Von einer Nacht zur nächsten ändert sich die Position relativ zu den Sternen.

3. Die Nebel
Die Nebel, meine Favoriten! Aber jetzt kommen Objekte, die mit bloßem Auge oder dem Fernglas schwer zu sehen sind, auch wenn M42 (Orion, wahrscheinlich der bekannteste) leicht sichtbar ist: sucht den Oriongürtel (im Winter im Süden, 3 sehr gut erkennbare Sterne in einer Reihe). Ausgehend vom linkesten Stern (Alnitak) geht ihr ein Stück nach unten und entdeckt 3 kleine senkrechte Sterne: der mittlere ist in Wirklichkeit der Orionnebel!
Was ist ein Nebel? Eine Wolke aus Gas und Staub, die mehr oder weniger ausgedehnte Formen ergibt, oft sehr farbig mit den richtigen Filtern!
Diffuse
Das sind Sternenwiegen! In diesen weiten Regionen werden Sterne geboren. Diffuse Nebel sind Regionen aus Gas (größtenteils Wasserstoff) und Staub. M42 fällt genau in diese Kategorie.

Diffuse Nebel haben 2 Unterkategorien:
- Reflexionsnebel: reflektieren das Licht der umliegenden Sterne (z. B. M45, die Plejaden)
- Emissionsnebel: leuchten von selbst dank der jungen Sterne in ihrem Inneren
Planetarische
Wie der Name schon sagt, hat das absolut nichts mit Planeten zu tun (historischer Name, der von ihrer Scheibenform kommt, die man deshalb für einen Planeten gehalten hat). Planetarische Nebel sind Überreste sterbender Sterne, die ihre äußere Hülle abstoßen, was eine runde oder ringförmige Form ergibt.

Dunkle
Dunkelnebel sind Wolken aus kaltem Gas und sehr dichtem Staub, die das Licht blockieren und daher als dunkler Schleier erscheinen. Das macht sie zu ziemlich kniffligen Objekten für Langzeitbelichtungen. Einer der bekanntesten und erkennbarsten ist der Pferdekopfnebel.
)](/_ipx/h_600&q_80/astronomy/b33.jpeg)
4. Die Sternhaufen
Sternhaufen sind Ansammlungen von Sternen, die man in 2 Gruppen unterteilt.
Offene Sternhaufen
Eine lockerer verteilte Ansammlung von Sternen (immerhin bis zu 10.000 Sterne), wenig zusammengedrängt. Einer der bekanntesten ist M45. Sie sind hell und können mit bloßem Auge sichtbar sein.

Kugelsternhaufen
Im Gegensatz zu offenen Sternhaufen sind Kugelsternhaufen sehr dichte Ansammlungen alter Sterne (mehrere Hunderttausend Sterne). Einer der bekanntesten und sichtbarsten ist der Herkuleshaufen (M13)

5. Die Galaxien
Weiter zu den letzten beobachtbaren Objekten: den Galaxien! Galaxien sind Ansammlungen aus Sternen, Planeten, Gas und Staub. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind sie mit bloßem Auge schwer zu sehen (M31 unter einem richtig dunklen Himmel und M51 mit dem Fernglas). Auch hier gibt es mehrere Typen/Formen.
Spiralen
Wie Turbinen oder Wirbel, mit einem hellen Zentralkern und Spiralarmen reich an Sternen und Gas, wie unsere Nachbarin M31.

Elliptische
Oval und ohne sichtbare Arme, oft aus alten Sternen. Sie sehen aus wie leuchtende Rugbybälle.
)](/_ipx/h_600&q_80/astronomy/m87.jpeg)
Irreguläre
Ohne definierte Form. Ihr Aussehen geht oft auf Kollisionen oder gravitative Störungen zurück. Beispiel: die Magellanschen Wolken.
)](/_ipx/h_600&q_80/astronomy/magellan_cloud.jpeg)
Linsenförmige
Zwischen Spirale und elliptisch: eine abgeflachte Scheibe ohne deutliche Arme. Z. B.: M84, M86, NGC 5866.
)](/_ipx/h_600&q_80/astronomy/ngc_5866.jpeg)
Fazit
Das war's für diesen kurzen Überblick über das, was über uns ist! Nutzt den Winter, um euch die Augen voll laufen zu lassen — und weil es immer früher dunkel wird, schickt ruhig auch die Kinder raus!
